Eichenhof Uhsmannsdorf | ||
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Jahresrückblick 2005 vom Eichenhof
Einer der sichersten Wege, seine Freiheit zu vergrößern, ist, seine Wünsche zu verkleinern. (Peter Horton) Im Januar 2006 Entgegen
meiner Gewohnheit, den Jahresrückblick in den 12 Heiligen Nächten zwischen
Weihnachten und Heilige Drei Könige zu schreiben, sitze ich erst heute mit
einer Woche Verspätung an meinem Jahresausklang. Nun war aber auch unser Bäcker Dima bis letzte Woche noch im Urlaub bei seinen Eltern in Russland. Seine
Heimfahrt sah ich diesmal gelassen entgegen, da er am 21. Dezember eine
Arbeitserlaubnis für das Jahr 2006 wieder erteilt bekam. Ich
stand also am Backtrog, schürte kräftig das Feuer im Ofen und kam einer
rudimentären Arbeit nach, die mich ausgleicht, die mir neue Ideen bringt, die
Visionen Gestalt werden lässt. So wie ich den Teig knete und aus der feuchten
Masse Brote erschaffe, so bilden sich die Ideen und Vorstellungen im Kopf,
werden greifbar und bekommen einen eigenen auch für andere erlebbar werdende
Form. Was diese zwei Wochen Vertretung für greifbare Visionen hervorgebracht
haben, soll aber Thema des Jahresrückblicks 2006 werden. Meine
Gedanken überfliegen die vergangenen 12 ereignisreichen Monate, und es gibt
viele herausragende Einmaligkeiteen! Am
04. April die Geburt unseres siebten Kindes, unseres Wunschkindes Dorothea. Sie
kam ohne fremde Geburtsbegleitung auf die Welt. Kraftquell auf dieser Reise ist
für mich das Bild des Künstlers Melozzo da Forlei, 15. Jahrh. Es zeigt
Erzengel Gabriel, wie er einen blühenden Zweig trägt. Dorotheas Taufspruch ist
die Tageslosung ihres Geburtstages: „Der Herr wird seinen Engel mit dir senden
und Gnade zu deiner Reise geben“. Am
Anfang des vergangenen Jahres, es ist der 10. Januar, kommt Dima nach langem Kräfte
zehrenden Kampf endlich wieder zurück. Die Bäckerei hat sein Rückgrat wieder.
Danke an dieser Stelle nochmals an all die Menschen, die dies bewerkstelligt
haben (Kunden, Arbeitsamt, Landrat, und viele mehr.) Am
9./10. Juli feiern wir Dorotheas Taufe und den 70. Geburtstag meines Vaters. Es
sind an diesem Wochenende über 100 Gäste von Nah und Fern angereist. Abends
findet in der Scheune ein Diaabend statt, der den Lebensweg meines Vaters
dokumentiert. Angefangen auf dem Eichenhof, auf dem mein Vater in unserer
heutigen Küche das Licht der Welt erblickt hatte; beschlossen mit Beifall der
Zuhörerschaft, in der Scheune, die sich seit 70 Jahren noch nicht verändert
hat. Bis der Tag graut und die Nacht ablöst, wird beisammen gesessen und
geredet, im 5000-Liter Badetrog geklönt und gefeiert. Am nächsten Tag ist
Dorotheas Taufe mit großem Buffet, Schwein aus dem Holzofen, Salat, Wurst,
Steaks, Käse, Suppe . . . und mit meiner Mutter legendärem Kuchen und
Tortenbuffet. Am 20. August feiert Wolfgang unser Vierter seine Einschulung. Nun darf auch er mit seinen drei großen Geschwistern täglich mit der Bahn von Uhsmanndorf nach Cottbus in die Waldorfschule fahren. Für uns ist Wolfgangs Einschulungsfeier die erste in einer Waldorfschule, die wir erleben dürfen. Sein
großer Bruder Georg feierte seine Einschulung mit der Rothenburger Grundschule
in 2002. Ein Jahr später richteten wir Elisabeths und Annemaries
Heim-Einschulungsfeier auf dem Eichenhof aus, ganz im Stile der Waldorfschulen,
aber ohne viele Gäste und Regenbogen. Nun
saßen wir Eltern zwischen all den anderen Eltern und Gästen in der Turnhalle
der Waldorfschule. Lauschten den ausgesuchten musikalischen Darbietungen
einzelner Schüler, dem Singen der 4. Klasse und den Stücken aus der
Instrumentalgruppe, und sahen, wie unser Kind unter dem Regenbogen mit seiner
Sechs-Klässler-Patin in Begleitung schreiten. Auf seinem geraden Rücken, trug
er stolz seinen Lederranzen. Die bunten 6 Meter langen Seidentücher wölbten
sich im kunstvoll geschwungenen Bogen über die beiden Köpfe, mit jedem Schritt
erhob sich die nächste Farbe in die Luft. Eine
Erkenntnis schlug mir ins Gesicht: Aus dem kleinen Jungen mit dem
kohlrabenschwarzen leuchtend großen Augen, der auch mal gerne „Och Maaamaaa“
säuselte, und sich an mich schmiegte wenn er etwas nicht Erlaubtes wollte, war
ein großer Junge mit kohlrabenschwarzen leuchtend großen Augen geworden. Mir
kullerten die Tränen übers Gesicht. Für diese Stunden vertrieb der Stolz und
Wehmut unsere Sorgen, über die finanzielle Anstrengung, unseren Kindern überhaupt
den Schulbesuch auf einer Waldorfschule zu ermöglichen. Im
Alltag ist unsere Entscheidung, mit unseren Kindern ein anthroposophisch geprägtes
Familienleben auf einem Demeter-Hoforganismus zu leben und aus dieser Konsequenz
heraus, ihnen eine anthroposophische schulische Erziehung zu bieten, harter
Existenzkampf. Es müssen 600,-- Euro monatlich für die Fahrt nach Cottbus für
die vier Großen aufgebracht werden. Die Antwort und geführten Gespräche mit
Landratsamt, Kreisverwaltungen, Lausitzbahn und sogar Ministerialamt, spotten
jeglicher Beschreibung. Das die Kinder überhaupt noch gehen können, ist Dank
der Spenden von selbstlosen Eltern, Lehrern und Initiativen aus der Schule möglich.
Die Alternative sähe auch traurig aus: Uns als Eltern würde wieder Gefängnisstrafe
drohen, weil wir unsere Kinder wieder zu Hause unterrichten würden. Es
würden noch gerne viel mehr Kinder aus dieser Region die FWSchule Cottbus
besuchen, wenn da nicht die haarsträubenden Beförderungskosten der Lausitzbahn
wären. Für
Tipps und Hilfe aus der Leserschaft sind die Schule und wir natürlich auch,
sehr dankbar. (Für die Schule Tel. 0355-473242: der Sozialkreis, VR Bank
Lausitz e.G., Kto-Nr. 621 579 3, BLZ 180 626 78, Stichpunkt Fahrtkosten). Nach
den Feierlichkeiten der Einschulung von Wolfgang reiht sich das nächste Fest.
Am zweiten Samstag im September, am 09., feiern wir das erste Mal Hoffest. Wir
haben ein buntes Markttreiben an diesem sonnigen Tag um die alte Eiche herum
arrangiert: Klöpplerin, Gewandtnäherei, Spinnen, Filzunikate zum Kauf
angeboten, Lederwaren, Mäuseroulett, Märchenhexe, Backschwein, Bohneneintopf,
Kaffee und Kuchen, das Eichenhofmobil mit allen Köstlichkeiten aus der Käseküche
und der Bäckerei, Popcorn herstellende Kinder erfreuen Groß und Klein. Als Höhepunkt
ist Cantadora Rüschenschaum mit ihrem Theather-Puppenstück „Der Wolf und die
sieben Geislein“ in unserer Scheune zu Gast. Die Cantadora, alias Kerstin
Wiese ist unser Übernachtungsgast und ich erlebe noch eine sehr persönliche
und innige (Frauen?)-Freundschaft über die Stunden bis zu ihrer Abfahrt am nächsten
Nachmittag. Auf deinem Weg, liebe Kerstin, wünsche ich dir, den Moment der
inneren Ordnung in einem lebendigen Chaos dir Eigen zu machen. Auf
diesem Hoffest gibt es für uns aber noch einen ganz besonderen Höhepunkt. Ich
führe auf meinen Hofrundgängen die neue Pflanzenkläranlage vor. Dank Karsten
Roses unermüdlichen, teilweisen 16- Stunden-Einsatz, über sechs Tage lang vor
dem Fest, war es überhaupt erst möglich 12 Stunden vor dem großen Tag die
Pflanzenkläranlage in Betrieb zu nehmen. Ein 2-jähriges Bauprojekt ist
beendet! Somit wird die erste Gewerbeabwässer klärende Pflanzenkläranlage
Sachsens in Betrieb genommen. Karsten Rose ist Dipl. Ing. für Wasserdesign und
Abwassertechnik in Dresden und ist durch den Jahresrückblick 2003 auf dieses
Projekt aufmerksam geworden. Dem Jahresrückblick 2003 ist auch zu verdanken,
dass für diese Kläranlage gespendet wurde: namentlich als größte Geldgeberin
sei meine Tante Margit Adler, Mammolshain/Taunus erwähnt, die 1/20 der Kosten
durch ihre Spende abgedeckt hat. Dies
waren die großen Feste der Familie Bach und dem Hof. Weitere
High-Lights waren die Logoentwicklung und Etikettengestaltung aus dem Atelier
Kupferrot von Dipl. Designerin Susan Bremer, Dresden. Schon nach einem halben
Jahr hat sich die große alte Hofeiche hinter dem kristallinen Facettenhafen
Raster uns und dem Kunden eingeprägt. Betrieblich
hat sich der Eichenhof in die buchhalterische Selbständigkeit entwickelt, was
besonders mir am Herzen lag. Im
September kam zu unserem 60-Stellplatz-Ofen, den wir mit Holz beheizen der
E-Ofen vom Stadtgut Görlitz dazu. Durch das Marktmobil war die Brotauslastung
bei einigen Schüben Mengenmäßig nicht mehr zu bewältigen gewesen, so dass
ein Beistellofen her musste. Im
Januar ferkelten die drei Muttersauen, die ein Jahr zuvor im November neue
Hofbewohner wurden. Die Fleischvermarktung ist wiedererwartend gut angelaufen
und wir konnten Herrn Metzgermeister Krug aus Rothenburg gewinnen, in die
Lohnverarbeitende Bio-Kontrolle zu gehen. Die Schweine und Schaflämmer haben
jetzt also nur noch 7 Kilometer zu ihrer Schlachtstätte. Die
Ablammung und Schafeaufzucht verlief in diesem Jahr in der Obhut von Suse, die
durch ihr Wirken und Arbeiten für Ruhe und Ausgeglichensein innerhalb der Herde
sorgte. Für mich war es eine große Freude über das Jahr an der Jungtierherde
vorbei zu fahren und die Tiere wachsen und gedeihen zu sehen. Landwirtschaftlich
mussten wir leider den ganzen Schlag Hafer-Erbsen-Gemenge wegen Krüppelwuchs
und nicht ausgebildeten Fruchtstand untergrubbern, was natürlich jetzt im
Winter zu überdimensional belastenden Futterzukäufen führt. Innige
Momente waren der Eine-Woche-Urlaub im Juni mit dem VW-Bus und Dachzelt, sowie
Wolfgang, Lorenz, Friedrich und Dorothea. Wir verbrachten die paar Tage auf
meiner geliebten Insel Rügen. Unsere drei großen Kinder waren bei Oma und Opa
in Nordhessen zu Besuch, so dass wir uns spontan zu diesem Kurzurlaub
entschlossen hatten. Der Zwei-Wochen-Familien-Urlaub fand im August in Baden Württemberg
statt. In Michaels Heimat angekommen, feierten wir den 50. Geburtstag meiner
Schwiegermutter. Ein ganz besonderer Höhepunkt in diesen zwei Wochen war für
mich der Besuch mit Führung im Goetheanum in Dornach/Schweiz. Am
31.August war das eine Jahr Eichenhof für Annemarie unserer FÖJ-Praktikantin
beendet. Annemarie ist uns eine treue Mitarbeiterin, Freundin und Trägerin
aller Freuden und auch Dispute innerhalb der Gemeinschaft und der Arbeit auf dem
Hof und mit seinen Menschen geworden. Ihre stille Art und ihre fragende offene
Weltanschauung hat sie uns zur verlässlichen Mitarbeiterin, ihre Treue zum
liebenden Freund der Familie gemacht. Annemarie, dir sei für dein unermüdliches
Schaffen und für dein Dasein und Verständnis gedankt. Für
deine Zukunft wünschen wir dir ein klares Erkennen und Abgrenzen zu den Nöten
und Sorgen, die von außen an dich herangetragen werden und deinen inneren
eigenen Bedürfnissen. Vielen Dank für das vergangene Jahr! Vielen
Dank auch an Suse und ihrem drei-Käse-Hoch-Levin für das Jahr von März 04 bis
Mai 05. Suse und Levin sind der Nichterfüllbarkeit eines Wunsches, der uns sehr
lange als erstrebenswerte soziale Lebens-„Art“ leitete, zum Opfer gefallen.
Wir haben im vergangenem Jahr erkannt, dass der Wunsch einer gefüllten
Eichenhof-Tafel mit Menschen, die gleichberechtigt in der Verantwortung
nebeneinander stehen, leben und arbeiten, eine für eine 9-köpfige Familie Bach
und ihre Historie nicht erstrebenswerte Lebensform ist. So hat die Familie Bach
die Freiheit der Individualität zurück gewonnen. Wir erleben und genießen
jetzt im Winter unser Essen nur innerhalb der Familie einzunehmen. Mit diesen, für
alle Betroffene, schmerzlich gewonnen Erfahrungen, haben wir nunmehr auch
endlich die Verantwortung des Chefseins, auch nach außen hin erlebbar, übernommen. Eingemieteten
Zu-wachs hat der Hof durch Katja Wünsche mit Sohn Hans erfahren. Seit Januar
2005 fährt Katja über eine Ich-AG mit dem Eichenhofmobil nach Dresden und
Umgebung, sowie Cottbus, Weißwasser, Kamenz.. Hans geht mit unseren vier Großen
nach Cottbus auf die Freie Waldorfschule. So wie die Märkt liegen, schläft
Katja mit Hans auf dem Hof, oder bei sich Zuhause im 20 km entfernten Weißkeißel. Pünktchen,
alias Nicole, sowie ihr Freund Heiko, unser Fahrer, und seit 16. Mai Vater von
Baby-Selma, verließen uns im März, um eine eigene kleine Zelle zu gründen.
Dankbar nehme ich noch heute gerne ihre Hilfe in Anspruch, wenn es um das
Vermarkten der Eichenhofwaren geht. Ricarda
mussten wir auch im März aus der Käserei verabschieden, da ihre Gesundheit
durch ihre Schwangerschaft ein weiteres Arbeiten leider nicht mehr zuließ. Für
Ricarda stieß Diana zu uns. Aber auch Diana wurde von uns im Oktober
verabschiedet. Als gelernte Buchhalterin wurde ihr ein tariflich bezahlter
Arbeitsplatz geboten der zudem näher lag und um vieles über dem von uns
leistbaren Stundenlohn. Lange Zeit zum Bedauern gab es für uns nicht, weil auf
die freigewordene Stelle sich der Mann von einer Bioladenbetreiberin und Kundin
von uns mit der Aussage meldete, „er könne sich die Arbeit in der Käserei
gut als ‚sein Ding’ vorstellen“. André entpuppt sich beim Probearbeiten
als sehr akribisch was das Notieren und die Rückverfolgbarkeit der Produkte
betrifft. Eine wegen Zeitmangel bisher nicht gut ausgeführte Arbeit.
Nach
dem Umbau der Käserei in diesem Jahr soll er als hauptverantwortlicher Käser
die Käserei leiten. Dazu absolviert er entsprechende Kurse und wird die zweijährige
Ausbildung zum handwerklichen Milchverarbeiter machen. Flankiert
wird er von Birgit, die sich durch ihre Sauberkeit und Liebe zum Schmieren,
Drehen und Wenden der Käse auszeichnet. Frau
Talke aus Uhsmannsdorf war ab August dafür verantwortlich, dass die Schafmilch
in den Käsekessel kommen konnte. Mich erstaunte es immer wieder, wie sie mit
ihren 50-Plus-Jahren wie ein junges Reh auf den Melkstand sprang und die Gitter
kraftvoll schloss. Auch so war für mich ihre Arbeitswut gekoppelt mit einem
leichtlebigen Optimismus immer sehr angenehm. Nach der Melksaison ist sie nach
Spanien zu ihrer Tochter umgezogen. Unser
zeitlich jüngster Mitarbeiter ist Ingo. Er fährt unsere Waren seit November
nach Görlitz und ins Oberland. An Ingo mag ich das konzentrierte Arbeiten mit
dem er die Waren holt, wegbringt und alle weiteren Botengänge ausführt. Na
und „Eichenhof-Ohnesorge“ hatte im Dezember ihr zweijähriges Jubiläum
gefeiert. Anfang des Jahres konfrontiere ich die gelernte Bürokauffrau mit der
Tatsache, die Buchhaltung im Hause zu belassen. Mit Respekt aber immenser Lust,
stellte Daniela sich dem einst aus ihrer Lehrzeit gewonnenem Wissen des Buchens.
Die Ergebnisse nach einem Jahr lassen sich sehen! Alle die da waren, insbesondere auch den vielen Praktikanten aus der Waldorfschule und Tatjana möchten wir für die vergangene Zeit und ihr Engagement danken. Wenn
Menschen Dank verdienen dann aber auch Frau Förster als Familienhelferin. Frau
Förster war von meiner Krankenkasse finanziert in der Zeit vor und nach
Dorotheas Entbindung hauswirtschaftlich bei uns tätig. Ich habe sie in den
vergangenen fünf Jahren vor und nach Entbindungen oder immer während Krankheit
als umsichtige, liebe- und den Kindern gegenüber hingebungsvolle gute Seele
erlebt. Kein Mensch hat bisher mit soviel Umsicht und Selbständigkeit meine
Wohnung sauber gemacht, unsere Kinder geknuttelt, Blumen mit ihnen gepflanzt, angeleitet, leckerst gekocht . . . Wenn ich mir eine Oma wünschte, dann
Frau Förster! Na
ja! Und Dank auch an meine gute Fee, Tante Elisabeth. Auch im vergangenem Jahr
schleppte sie bergeweise unsere Schmutzwäsche aus dem Haus, wusch sie, plättete
und legte sie. In einem Tempo, dass oftmals noch die Körbe mit nicht
wegsortierter Wäsche im Schlafzimmer standen. Nie haben wir ein böses oder
zynisches Wort deswegen von ihr gehört. Danke dir, liebe Tante Elisabeth! Danke auch an meine Mutter, die die riesigen Berge Flickwäsche, die Tante Elisabeth aussortiert, mit Freude und Durchhaltevermögen stopfte. Danke auch, dass du immer ein Ohr für mich und unsere Nöten hast, dass du mit Vater kommst, wenn es brennt und im Haushalt hilfst. Danke an unsere lieben Kinder, die mich täglich aufs Neue lehren, Seeleneigenschaften zu schulen, die Welt mit Kinderaugen und nicht mit Erwachsenen Augen zu sehen und die mich ermuntern jeden Tag aufs neue Entscheidungen zu treffen, die die Weichen stellen für ein gutes, gesundes und hoffnungsvolles Leben für noch kleine Erwachsene. Danke dir, geliebter Mann, dass du mich hältst in Zeiten des Zweifels, dass du die Augenblicke der Freude mit mir teilst, dass du mich ersetzt, wo mein nicht Anwesenheit ein Vakuum hervorruft, dass du mich verstehst und liebst, so wie ich bin. Und Ihnen, lieber Leser und Kunde danke ich für Ihre Treue dem Eichenhofer Warensortiment gegenüber. Bitte sie um Verständnis, wenn eine Ware nicht Ihren Vorstellungen entsprechen sollte. Wir arbeiten in einer Manufaktur, in der jedes Lebensmittel ein Unikat ist mit seiner eigenen Entstehungsgeschichte. Besuchen Sie uns auf unserem Hof in unserem Hofladen, der Mitte Februar offiziell seine Pforten öffnet. Suchen sie bitte den Dialog mit uns. Gerne zeige ich Ihnen die interessante Welt hinter dem Produkt. Ein gesegnetes Jahr 2006 wünsche ich allen! Doris Bach |
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